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Verändere deine Atmung dann Veränderst du dich selbst.

Das Menschenleben beginnt mit einem Atemzug und endet mit einer Ausatmung.
Dazwischen liegen Millionen von Atemzügen, die unser Wohlbefinden und zahlreiche Körperfunktionen auf viele weisen beeinflussen. 

Der Körper kontrolliert die Atmung und die Atmung den Körper.


Interessantes zur Atmung


Aus jedem Atemzug wird 80 % des Sauerstoffs vom Gehirn verbraucht.

Die Lymphsysteme haben bei bewusster Atmung einen 12 mal höheren Reinigungsprozess.

Es gibt keinen größeren Muskel als das Zwerchfell.

Die Abfallstoffe des Körpers werden zu 69 % über die Atmung ausgeschieden.
(31 % über Haut und Verdauungstrakt)

Wir nutzen nur jedes zwanzigste unserer ca. 700 Millionen Lungenbläschen.

Mit einem langsamen und Tiefen Atemzug nehmen wir zehnmal mehr Luft auf.

Über die Atemarbeit können zahlreiche Körperfunktionen aktiviert oder reguliert werden.

Sauerstoff nimmt nicht nur in der Medizin den wichtigsten Platz ein.

Mit Atemtechniken können sehr große Energien freigesetzt werden die auf körperlicher und seelischer Ebene vieles bewirken.



Richtig Atmen

Unsere Atmung geschieht unbewusst, und gerade deshalb atmen viele Menschen unvollständig und verkrampft. Manchmal wird die Luft zum Atmen knapp: Stress oder Angst können zu einer Atemfrequenz führen, die von der Natur als Fluchtreflex angelegt ist. Richtig atmen heißt, die Atemluft ohne Anstrengung ganz in Bauch und Becken hineinströmen zu lassen. Wer deutlich schneller atmet oder gar hechelt, der versorgt seinen Körper mit weniger Sauerstoff und kann weniger Kohlendioxid abgeben. Dadurch steigt die Muskelspannung und der Körper wird weniger schmerzempfindlich. In Ausnahmesituationen ist das sinnvoll und lebenswichtig, aber als Dauereinrichtung ist es nicht gedacht.

Unsere Atmung

Richtiges Atmen kann man lernen
Die Atmung wird über das vegetative Nervensystem gesteuert. Umgekehrt kann das vegetative Nervensystem über den Atem beeinflusst und harmonisiert werden. Um wieder richtig Luft bekommen zu können, wird die Atemtherapie eingesetzt. Dabei unterscheidet man zwischen der "Therapie des Atmens" und der "Therapie mit dem Atem".

Therapie mit dem Atem

Atemtherapie als Selbsterfahrung und zur Selbsthilfe wird zu den sogenannten alternativen Heilverfahren gezählt. Es gibt zahlreiche Ansätze zur Atemtherapie als Selbsterfahrung. Dabei gehen alle Atemschulen davon aus, das von allen der Atem am intensivsten mit allen anderen Ebenen des Menschen verknüpft ist. Alle Reize, die auf den Menschen von außen oder von innen einströmen, können danach die Art und Weise zu atmen verändern. Daher kann man mit der Arbeit am Atem zu jeder Ebene des Menschen vordringen und sie harmonisieren.

Einfache Atemübung

Sie atmen langsam durch die Nase ein. Atmen Sie ebenso langsam durch die Nase aus. Denken Sie dabei langsam ein zweisilbiges Wort wie "Ruhe". Wiederholen Sie diese Übung und achten Sie darauf, wo ihr Atem hinfließt, ob eher in den Bauch oder weiter oben in die Brust. Atemtherapeuten empfehlen die Bauchatmung:

  • Beim Einatmen sollte sich das Zwerchfell zusammenziehen und abwärts bewegen. Die Bauchdecke sollte sich dabei nach vorne wölben. Im Brustraum entsteht so ein Sog. Dadurch entfalten sich die Lungen, man atmet ein. Bei der Brustatmung werden die Rippen nach oben gezogen und voneinander entfernt. Dadurch vergrößert sich der Brustraum und es entsteht wieder Unterdruck, der zur Einatmung führt.
  • Beim Ausatmen entspannt sich das Zwerchfell. Damit wird verbrauchte Luft aus den Lungen gepresst. Ein Zusammenziehen der Rippen unterstützt diesen Prozess. Doch ob aus Bewegungsmangel oder durch falsche Haltung – viele Menschen atmen zu sehr in die Brust. Bei der Brustatmung weitet sich zwar der Brustkorb, doch das Zwerchfell bewegt sich kaum.